Entwickler k6lcm hat NES Radar veröffentlicht, ein selbstgebautes Modul für das Nintendo Entertainment System, das aktuellen Flugverkehr auf dem Fernsehbildschirm darstellt. Gibt man einen ICAO-Flughafencode wie KATL ein, erscheinen die Flugzeuge in der Nähe als Punkte, trotz des Namens steckt weder Radartechnik noch ein Funkempfänger im Modul. Das Projekt besteht aus einem gewöhnlichen ROM-Modul plus einem selbstgebauten Kabel und ist unter der GPL auf GitHub veröffentlicht.
Der Clou liegt im Kabel. Es steckt im zweiten Controller-Port der NES, der zu einer improvisierten seriellen Verbindung umfunktioniert wurde. Ein Python-Skript auf einem separaten Rechner holt aktuelle Flugzeugpositionen und schickt die Daten über diese Verbindung an die Konsole, kein versteckter ESP32 oder Pi Pico im Modul.
Da die Software nur 8 Sprites gleichzeitig darstellen kann, zeigt sie an stark frequentierten Drehkreuzen nicht jedes Flugzeug am Himmel. KATL, Atlantas Hartsfield-Jackson, ist zufällig der verkehrsreichste Flughafen der Welt, weshalb dessen kompletter Verkehr nie gleichzeitig auf den Bildschirm passt.
NES Radar baut auf k6lcms früherem Projekt c64u-radar auf, das denselben Python-Server-Ansatz nutzt, die Flugdaten aber über den eingebauten LAN-Port eines Commodore 64 Ultimate bezieht. Die NES besitzt keinen solchen Port, weshalb der Controller-Anschluss notgedrungen zum Datenkanal wurde. Hackaday weist darauf hin, dass ein ähnlicher Trick über den Controller-Port bereits 2020 zur Satellitenverfolgung auf der NES genutzt wurde.




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