In den 1980ern musste, wer seinem 8-Bit-Rechner das Sprechen beibringen wollte, zu einer Allophon-Karte greifen, meist auf Basis des SP0256-Chips. Die deutlich hochwertigere DECtalk-Stimme, die später durch Stephen Hawking berühmt wurde, war für Heimanwender unerschwinglich. Der Softwareentwickler Michael Wessel schließt diese Lücke nun mit Perfect Paul ][, einer Karte, die DECtalk-Sprachausgabe direkt in einen Apple II bringt.
Das Board basiert auf einem RP2040-Mikrocontroller, einem Raspberry Pi Pico, sowie einem I2S-DAC, einem Verstärker, einem Lautsprecher und der nötigen Logik für den Apple-II-Bus. Es belegt einen festen Adressbereich im Speicher, sodass Software wie gewohnt per POKE-Befehl direkt mit dem Peripheriegerät kommunizieren kann.
Wessel hat das Projekt inklusive Hardware-Design unter dem Namen perfect-paul-ii auf GitHub veröffentlicht. Laut Hackaday zeigt ein Demovideo, wie überzeugend die Karte singen kann. Echte, eigenständige DECtalk-Geräte tauchten bei Hackaday schon früher auf, etwa 2019 in einem Beitrag über ein Original-Gerät, das alte Songs schmetterte. Wessels Karte ist die erste, die diese Stimme als Steckmodul für 40 Jahre alte Heimcomputer verfügbar macht.




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