Uber hat am 2. September 2026 den Betrieb in Nigeria und Uganda eingestellt, und zwar ohne Schonfrist. Die Mitteilungen an Kunden und Fahrer in beiden Ländern gingen am selben Tag raus, an dem der Dienst endete. Einige Nutzer berichteten, die App sei mitten während laufender Fahrten abgeschaltet worden, ein Schauspiel, das in den sozialen Medien rasch als 'Uber Rapture' firmierte. Eine Passagierin erzählte, sie habe ihrem Fahrer die Nachricht gezeigt; seine Antwort war das in Nigeria übliche Urteil für unglaubwürdige Meldungen: 'It's a lie!' Es war keine.

In der Mail an nigerianische Kunden, dokumentiert von TechCabal, sprach Uber von 'schwierigen Nachrichten'. Fahrer erhielten eine eigene Mitteilung mit dem Versprechen einer einmaligen Kulanzahlung für aktive Fahrer. In Uganda, wo Uber seit 2016 in Kampala fuhr, bezeichnete das Unternehmen die Zeit als 'absolutes Privileg' und sagte laut Daily Monitor 21 Tage In-App-Support für offene Fälle zu. Die Rivalen Faras, Bolt und SafeBoda dürften die Lücke füllen.

Uber bestätigte die Einstellung zum 2. September und betonte, die Entscheidung betreffe nur diese zwei Märkte; das Engagement in Subsahara-Afrika bleibe bestehen. Die Schließungen fallen in eine größere Restrukturierung, die laut BBC über 3.000 Stellen streicht, Führungsebenen abbaut und Mittel unter anderem für autonome Fahrzeuge freimacht.

Uber war 2014 in Nigeria gestartet und 2016 nach Uganda expandiert. In Lagos betrieb das Unternehmen ab 2019 sogar einen Bootsdienst gegen den Stau. Zuletzt stimmten die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht mehr: Fahrer klagten über Fahrpreise, die mit den Treibstoffkosten nicht Schritt hielten, bei gleichbleibend hohen Provisionen. Die Abschaffung der Treibstoffsubventionen in Nigeria 2023 und Konkurrenz durch Bolt, inDrive und lokale Anbieter verschärften die Lage. Einen konkreten Grund nannte Uber nicht.

Der Rückzug setzt eine Reihe fort: Im vergangenen Jahr verließ Uber auch die Elfenbeinküste und Tansania. Aktiv bleibt das Unternehmen in Ägypten, Ghana, Kenia und Südafrika. The Register fragte, ob Fahrten tatsächlich mittendrin stoppten und wie groß die Vorlaufzeit war; eine Antwort lag bei Redaktionsschluss nicht vor.