Der 8-Bit-Mikroprozessor Zilog Z80 wird in diesem Monat 50 Jahre alt – er kam im Juli 1976 auf den Markt. Über fünf Jahrzehnte hinweg steckte er in Heimcomputern, Industriesteuerungen und Spielautomaten. Der Bastler David Oberhollenzer würdigte das Jubiläum mit einem persönlichen Rückblick.
Das Jubiläum hat einen bitteren Beigeschmack: Littelfuse, der heutige Eigentümer von Zilog, kündigte 2024 an, den eigenständigen Z80-Prozessor samt Peripheriebausteinen einzustellen – die offizielle Produktion des Chips endete damit kurz vor seinem 50. Geburtstag.
Das hat die Community jedoch nicht gestoppt: Enthusiasten entwickeln weiterhin neue Betriebssysteme für den Z80, eine an NASM angelehnte Entwickler-Toolchain und Demonstrationen von Multitasking auf der Originalhardware. Die Architektur lebt zudem kommerziell weiter, etwa als eZ80-SoC im Taschenrechner TI-84 Plus CE von Texas Instruments – ein Hobbyist nutzte diesen Chip, um Sonic 2 zu portieren, das ursprünglich für das Z80-basierte Sega Master System geschrieben wurde.
Nicht jedes Z80-Projekt war ein Erfolg: Zilogs eigenes Betriebssystem für den Chip, Z80-RIO, erreichte nie die Verbreitung der Hardware selbst. Kommentatoren wiesen zudem darauf hin, dass der Z80 1976 für 25 US-Dollar startete – inflationsbereinigt rund 145 US-Dollar im Jahr 2026 –, ein Bruchteil dessen, was moderne Hochleistungsprozessoren heute kosten.
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