Sony brachte den SMC-70 1982 in einen Desktop-Markt ohne etablierte Marktführer. Von vorn wirkte der Rechner konventionell. Auf der Rückseite zeigte sich ein ungewöhnliches Erweiterungskonzept. Beim Altair wurde der Erweiterungsbus später als S100-Bus bekannt, der IBM PC verwendete ISA. Für Kartenwechsel musste man bei beiden Systemen das Gehäuse öffnen.

Beim SMC-70 wurden Module aneinandergereiht und mit stäbchenartigen Metallstiften mechanisch fixiert. Flachbandkabel oder externe Kabel erlaubten eine vertikale oder horizontale Anordnung des Stapels. Das gezeigte Gerät benötigte Arbeiten am Netzteil. Ein 3D-Druckteil stellte die ursprüngliche Optik wieder her.

Die Rechentechnik entsprach weitgehend dem Stand von 1982: CP/M lief auf einem 4 MHz schnellen Z80. Nur wenige CP/M-Systeme besaßen 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerke. Sony ergänzte 16-Farben-Grafik, eine einfache Tonausgabe und ein Modul mit umfangreichen Videoausgängen. Eine 8086-Erweiterung wurde später verfügbar, kam spät und unterstützte MS-DOS nicht. Sie konnte CP/M-86 ausführen.

Die Tastatur besaß eine eigene rote Hilfetaste. Außerdem gab es einen RAM-Disk-Modus, der eine stabile Stromversorgung voraussetzte. Ein aktuelles Video von Tech Tangents stellt den SMC-70 vor. Sony entwickelte später viele weitere Computer.