Der am 26. Oktober 2015 veröffentlichte Text eröffnet eine auf drei Teile angelegte Rückschau auf den ersten Programmierjob des Autors. 1999 gab es im Umfeld des Dotcom-Crashs nur wenige Stellen in den Vororten von Chicago. Anzeigen erschienen in Zeitungen, Bewerbungen wurden per Fax verschickt. Ein Unternehmen suchte Programmierer am Anfang ihrer Laufbahn und gab kaum Informationen zu seinem Technologiestack preis. Zum Gespräch brachte der Autor zehn Seiten C++-Beispiele mit, die OpenGL über GLUT nutzten. Der technische Interviewer warnte vor möglicher Langeweile. Der Autor nahm die Stelle trotzdem an.
Die Arbeit erwies sich als lehrreich. Sie vermittelte Kenntnisse in Analyse, Projektmanagement, professionellem Auftreten und Kundenarbeit. Pick prägte die ersten sieben Berufsjahre des Autors. Der Ausstieg kostete ihn etwa 1.000 US-Dollar. Bei einem späteren Besuch im Computer History Museum in Mountain View, Kalifornien, reagierte der Autor auf ein Foto des Pick-Erfinders mit einer obszönen Geste.
Richard „Dick“ Pick entwickelte 1965 das Generalized Information Retrieval Language System, kurz GIRLS, für das IBM System/360, das 1964 auf den Markt gekommen war. Der umstrittene Name verschwand vor der kommerziellen Veröffentlichung des Pick Operating System im Jahr 1973. Pick lief auf Großrechnern und Minicomputern. Spätere Versionen arbeiteten als Anwendungen unter Windows und Unix. Technisch ähnelten sie eher einem Emulator als einer virtuellen Maschine. Das ursprüngliche System unterstützte mehrere Benutzer und Timesharing. Zu der Zeit, als der Autor damit arbeitete, bot es auch virtuellen Speicher und konnte bis zu ein Gigabyte RAM des Wirtssystems nutzen.
Pick verband Betriebssystem und Datenbank. Das Marketing bezeichnete das Modell Anfang der 2000er-Jahre als postrelational. Die Dateien basierten auf Hash-Tabellen mit Primärschlüsseln und frei formatiertem Text. Das Attributtrennzeichen ASCII 254 teilte Felder. Das Werttrennzeichen ASCII 253 erlaubt mehrere Werte in einem Attribut, auch in Form zugeordneter Multivalue-Gruppen. Das Subwerttrennzeichen ASCII 252 fügte eine weitere Ebene hinzu. Eine Pick-Variante verwendete zusätzlich ASCII 251. Datensätze derselben Datei konnten dadurch völlig unterschiedlich aussehen und verschachtelte Strukturen enthalten.
Zu jeder Datei gehörte außerdem ein Wörterbuch in einer separaten Sekundärdatei. Dessen Attribute, Werte und Subwerte beschrieben die Daten der Hauptdatei und ermöglichten Abfragen. Pick erzwang weder die beschriebenen Datentypen noch andere feste Regeln für Datensätze. Ein Attribut konnte sogar zwei Namen tragen. Der geplante zweite Teil sollte die Abfragen auf dieser ungewöhnlichen Struktur behandeln.




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