Laut Teslas Quartalsbericht verdoppelten sich die Investitionsausgaben im zweiten Quartal nahezu, von 2,5 Milliarden Dollar im Vorquartal auf 5,8 Milliarden Dollar. Das drückte den freien Cashflow auf minus 1,1 Milliarden Dollar, ein Rückgang um 848 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Tesla rechnet damit, dass die Jahresausgaben 25 Milliarden Dollar übersteigen werden.

Im Earnings Call bezeichnete Elon Musk eine geplante Anlage namens 'Terafab' in Austin als 'fantastische Initiative' und bestätigte, dass bereits Anlagenbestellungen aufgegeben wurden. Die Fabrik solle Fotomasken-Produktion, Logik-, Speicher- und Verpackungsfertigung sowie Chip-Tests unter einem Dach vereinen, um schnelle Iterationszyklen zu ermöglichen – eine 'risikoreiche, aber lohnende Wette auf KI-Chips'. Ohne Terafab könne Tesla nicht genug KI-Chips beschaffen, um die Produktion des humanoiden Roboters Optimus hochzufahren.

Beim Kerngeschäft mit Fahrzeugen lieferte Tesla im zweiten Quartal 480.126 Fahrzeuge aus, ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wodurch der Gesamtumsatz im Automobilbereich die 20-Milliarden-Dollar-Marke überschritt. Die operative Marge sank jedoch von 4,1 auf 1,4 Prozent.

Musk bekräftigte, Optimus werde 'das größte Produkt' Teslas werden, räumte aber ein, dass es sich um ein 'sehr komplexes Problem' handle. Optimus solle als erster humanoider Roboter generalisierte Aufgaben bewältigen können – auch mit Blick auf chinesische Konkurrenz bei humanoiden Robotern. Beim Robotaxi-Programm sagte er, Tesla skaliere 'so schnell wie menschlich möglich', trotz strenger behördlicher Aufsicht, wolle dabei aber niemanden verletzen und im Idealfall nicht einmal ein Haustier überfahren.

Auf die Frage nach einer möglichen Fusion mit SpaceX erklärte Musk, dies könne er im Rahmen des Tesla-Calls nicht kommentieren; Teslas Chefjustiziar Brandon Ehrhart verwies stattdessen auf eine für beide Seiten vorteilhafte Partnerschaft mit 'zahlreichen nützlichen Transaktionen'. Nach den Zahlen fiel die Tesla-Aktie im nachbörslichen Handel, während die SpaceX-Aktie ihren Abwärtstrend fortsetzte und knapp über 115 Dollar schloss – unter ihrem IPO-Preis von 135 Dollar und deutlich unter ihrem Hoch von 225 Dollar.