Der britische Premierminister Andy Burnham hat angekündigt, dass Pubs, Social Clubs und Live-Musikvenues in England ab April 2027 eine Senkung der Gewerbesteuer (business rates) um 20 Prozent erhalten. Das Paket hat einen Wert von rund 100 Millionen Pfund pro Jahr und soll nach Regierungsangaben knapp 32.000 Betrieben zugutekommen.
Statt die Entlastung direkt aus dem allgemeinen Steueraufkommen zu finanzieren, will die Regierung eine Konsultation zur Ausweitung der Umsatzsteuerhaftung von Online-Marktplätzen starten. Plattformen wie Amazon, eBay, Etsy und Temu sollen stärker dafür verantwortlich gemacht werden, dass Dritthändler ihren Steuerpflichten nachkommen – anstatt dass die Steuerbehörde HMRC einzelnen Händlern nachträglich hinterherlaufen muss. Mehreinnahmen sollen in das Business-Rates-System zurückfließen.
Der Schritt passt in Burnhams breitere Kampagne, die Gewinner des Onlinehandels stärker an den Kosten für die angeschlagenen britischen Einkaufsstraßen zu beteiligen. Anfang Juli hatte er sich bereits für höhere Business Rates auf große Fulfillment-Lagerhäuser am Stadtrand ausgesprochen – ausdrücklich, um damit Steuersenkungen für Pubs zu finanzieren.
Konkrete Steuervorschläge liegen noch nicht vor; die Ankündigung umfasst nur die Konsultation, Reformen werden zum Budget erwartet. Für Pubs bedeutet das eine Steuersenkung – für Marktplätze möglicherweise den Anfang eines deutlich größeren Compliance-Aufwands.
Kommentare
Noch keine Kommentare — schreib den ersten.
Starte die Diskussion
Kein Konto, kein Passwort nötig — gib einfach deine E-Mail-Adresse ein, wir senden dir einen einmaligen Anmelde-Link. Beim ersten Mal bist du damit automatisch angemeldet.
Deine Bewertung wird nach der Anmeldung automatisch übernommen.
Schau in dein Postfach
Wir haben einen Anmelde-Link an … gesendet. Öffne ihn auf diesem Gerät — dieser Tab meldet dich automatisch an.
Nichts angekommen? Wirf einen Blick in den Spam-Ordner — und markiere die Mail dort als „Kein Spam“, dann landet sie künftig direkt im Postfach.