Floci ist eine Sammlung lokaler Emulatoren für AWS, Azure, GCP und OCI. Jeder Emulator wird als eigenständige Binärdatei unter der MIT-Lizenz angeboten. Ein Cloud-Konto, Authentifizierungstoken und Funktionssperren sind laut Projekt nicht erforderlich.

terminal
curl -fsSL https://floci.io/install.sh | sh
floci start
floci doctor

Der AWS-Emulator floci nutzt Port 4566 und unterstützt 119 Dienste, darunter S3, SQS, DynamoDB, Lambda, RDS und EKS. Floci beschreibt ihn als Drop-in-Ersatz für LocalStack. Der Port bleibt gleich, Änderungen am Code sollen nicht nötig sein. Die angegebene Startzeit beträgt 24 ms.

floci-az läuft auf Port 4577 und deckt 28 Azure-Dienste ab. Dazu gehören Blob, Queue, Table, Functions, App Config, Key Vault, Event Hubs und Service Bus. Der Leerlaufverbrauch wird mit 13 MiB angegeben. floci-gcp nutzt Port 4588 und unterstützt 25 GCP-Dienste wie GCS, Pub/Sub, Firestore, Cloud Run, Cloud SQL und GKE. floci-oci stellt auf Port 4599 acht OCI-Dienste bereit, darunter Object Storage, Identity, Queue, Streaming, KMS, Vault und Functions.

Das Projekt richtet sich auch an die Entwicklung mit KI-Agenten. SDKs, CLIs, Terraform, OpenTofu-Module und Test-Runner können laut Floci auf localhost zeigen. Wegwerf-Zugangsdaten halten echte Geheimnisse aus dem Kontext eines Agenten heraus. Bei einem fehlgeschlagenen Test lässt sich ein lokaler Container zurücksetzen. Floci nennt 24 ms Kaltstart und 13 MiB Leerlaufspeicher. Lambda soll in Docker-Containern laufen. RDS soll mit echtem PostgreSQL und MySQL arbeiten, und ElastiCache soll Redis verwenden. Kafka soll als echter Dienst verfügbar sein.

Das Kommandozeilenwerkzeug floci-cli startet, stoppt und prüft alle vier Emulatoren. floci-ui bietet ein Dashboard zum Durchsuchen von Ressourcen, Prüfen von Daten und Verwalten der Dienste. Unterstützt werden macOS, Linux und Windows sowie Docker-Images für jede Cloud.

Als Einsatzfelder nennt Floci CI-Umgebungen, lokale Entwicklung ohne Netzwerk, Probeläufe für Infrastructure as Code und Workshops. Alle Emulatoren sind unter der MIT-Lizenz kostenlos verfügbar. Es gibt laut Website keine Preisstufen, Registrierung, API-Schlüssel oder Telemetrie. LocalStack verlangt laut Floci seit März 2026 ein Authentifizierungstoken. Floci basiert auf Quarkus und GraalVM und nutzt GraalVM Mandrel für native Binärdateien.