Lange bevor SunOS 2.0 das Network File System (NFS) und den Virtual Filesystem (VFS)-Switch einführte, setzten disklose Workstations auf ein Pseudo-Device namens nd. Anders als NFS, das auf Dateiebene arbeitet, war nd ein Block-Device des Kernels, das rohe Block-E/A über das Netzwerk sendete. Die Server fanden die Clients per Broadcast statt über eine feste Konfiguration.

Der Umgang mit nd war sehr manuell und riskant. Weil physische Festplatten nur eine begrenzte Anzahl an Partitionen hatten, übernahm der nd-Treiber seine eigene Unterpartitionierung. Administratoren mussten Start- und Endsektoren für jedes Netzwerk-Laufwerk innerhalb einer größeren Partition per Hand festlegen. Das System führte keine Plausibilitätsprüfung durch, daher waren überlappende Partitionen möglich und konnten zu schweren Datenverlusten führen.

Um Speicherplatz zu sparen, konnten Administratoren auch die c-Partition verwenden, um eine komplette physische Festplatte nd zugänglich zu machen, was Konflikte mit vorhandenen lokalen Dateisystemen auf derselben Platte noch wahrscheinlicher machte. Die manuelle Sektorzuordnung war die einzige Möglichkeit, disklosen Clients vor NFS Speicher bereitzustellen.

Nd vermied außerdem sowohl UDP als auch TCP. Es verwendete IP-Datagramme direkt, um den Prüfsummen-Overhead zu senken, eine Entscheidung, die von der begrenzten Rechenleistung der 1980er Jahre geprägt war. Das bedeutete, dass es keinerlei Integritätsprüfung auf dem Übertragungsweg gab und die Daten für jedes Netzwerkrauschen oder jede Korruption anfällig waren.