Verity Stob, eine britische Programmiererin, die unter einem Pseudonym für Dr. Dobb's Journal im August 2002 schreibt, führt den Stob Cruft Index ein – ein Diagnosetool zur Bewertung der Verschlechterung von Personal Computern. Cruft wird definiert als die unvermeidliche Korruption und Anhäufung veralteter Codes, ungenutzter Schnittstellen, Rechtschreibfehler in Systemwörterbüchern und digitalen Überresten, die die Systemleistung schrittweise beeinträchtigen.
Der Index orientiert sich an Admiral Francis Beauforts Windskala von 1805 und übersetzt Software-Verfall in neun progressiv schärfere Kraftstufen. Kraft 0 (Jungfernlich) beschreibt ein frisch installiertes Windows 2000-System mit erfreulichen Startdialogen und schneller Kompilierung. Kraft 1 (Neu) führt kleinere Anomalien ein, etwa mysteriöse Mausverwerfungen. Bei Kraft 3 (Bewohnt) werden Word-Installationsroutinen zufällig ausgelöst, und das C:\-Verzeichnis expandiert von 9 auf 17 Ordner.
Die progressive Verschlechterung beschleunigt sich auf höheren Kraftstufen. Kraft 4 (Mittelalter) bringt Startverzögerungen über 30 Sekunden und den ersten Bluescreen. Kraft 5 (Abgenutzt) zeigt mysteriöse fehlgeschlagene Dienste, die nach dem Löschen erneut auftauchen, und Word-Startverzögerungen von 4 Minuten 30 Sekunden. Kraft 6 (Hinkend) sieht Entwicklungswerkzeuge, die nach gelöschten Komponenten die Kompilierung verweigern.
Bei Kraft 7 (Verwundet) wird das ursprüngliche Benutzerkonto unbrauchbar, was zur Anmeldung unter Alternativkonten zwingt, während BOOT.INI neun Bootoptionen sammelt, darunter fehlerhafte Linux-Installationen. Kraft 8 (Gebrechlich) liefert tägliche Bluescreens, ein überblähtes Systemtablett durch fehlgeschlagene Bildschirmschoner-Prozesse und seltene LAN-Verbindungen. Kraft 9 (Fäulnis) stellt vollständiges Systemversagen dar: Partitionen werden zeitweise unzugänglich, das C:\-Verzeichnis schwillt auf 93 Ordner an, und die Systemsteuerung funktioniert nicht mehr.
Stob merkt an, dass die erste Version auf Windows 2000 ausgerichtet ist, kündigt aber Portierungen auf Linux, Mac OS X und andere Unix-Varianten an, da diese Betriebssysteme ebenso anfällig für Cruft-Ansammlung sind.