Der Titel 'Etaoin Shrdlu' leitet sich von der Häufigkeitsreihenfolge der Buchstaben ab, nach der die ersten beiden Tastenspalten einer Linotype-Setzmaschine angeordnet sind. Setzer fuhren mit den Fingern die Tasten hinab, um fehlerhafte Zeilen mit Nonsens zu füllen, der später aussortiert wurde. Der Begriff wurde zum Synonym für das Bleisatz-Zeitalter.
Am 2. Juli 1978 erschien die letzte Ausgabe der New York Times, die in heißem Blei gesetzt worden war. David Loeb Weiss, Korrektor der Zeitung, filmte in dieser Nacht die rund 30-minütige Dokumentation und hielt ein Handwerk kurz vor seinem Verschwinden fest.
Der Film zeigt die Ludlow-Gießmaschine, die Blei bei 535 Grad formt, Linotype-Maschinen beim Zusammensetzen der Zeilen und die Druckpressen in Aktion. Die Linotype wird zum letzten Mal von Carl Schlesinger bedient, der den Film auch kommentiert. Besonders beeindruckt Zuschauer der enorme Lärm, den Menschen und Maschinen gemeinsam erzeugten.
Der Film ist ebenso ein Porträt des endenden mechanischen Zeitalters wie eine Geschichte des Zeitungsgeschäfts: Die alten Setzereien weichen neuen Computern, die unter dem Neonlicht der neuen Setzräume seltsam bedrohlich wirken.
Der Film steht im Internet Archive kostenlos zum Streamen und Herunterladen bereit; er wurde 2015 von A/V Geeks hochgeladen.
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