Anthropic hat Opus 5 veröffentlicht, die neueste Version des Modells, das sich zu einer beliebten Wahl für Coding und andere Softwareentwicklungsaufgaben entwickelt hat.

Benchmarks wie Frontier-Bench und DeepSWE zeigen Opus 5 bei Coding-Aufgaben etwa auf dem Niveau von Anthropics Fable-Modell oder leicht darüber; zudem liegt es in den meisten Kategorien vor Opus 4.8 und OpenAIs GPT-5.6-Sol. Die Verbesserungen sind iterativ und kein Sprung wie bei Opus 4.5 – das Hauptargument ist nahezu Fable-Niveau bei etwa halben Kosten.

Anthropic hat Opus 5 bewusst kein modernstes Cybersecurity-Training verpasst. Das Modell erkennt Schwachstellen zwar ordentlich, liegt beim Ausnutzen derselben aber laut Anthropic „deutlich hinter Mythos 5". Auch umstrittene Fable-Schutzmaßnahmen wie die 30-tägige Datenvorhaltung für Incident-Reviews fehlen.

Die Preise liegen bei 5 US-Dollar pro Million Input-Tokens und 25 US-Dollar pro Million Output-Tokens – wie beim Vorgänger, aber günstiger als Fable. Der Wettbewerbsdruck ist groß: Das chinesische Open-Weight-Modell Kimi K3 bietet ähnliche Leistung für 15 Dollar pro Million Output-Tokens.

Der Release spiegelt einen branchenweiten Trend zu Kosteneffizienz: Unternehmen wie Cursor und Meta bauen „Model Router", die je nach Anfrage kleinere oder günstigere Modelle wählen. Anthropic muss die Token-Kosten weiter senken, sonst drohen Routine-Entwicklungsaufgaben an offene und lokale Alternativen zu wandern.