Angular 22 erschien im Juni 2026, aktuell ist die Reihe 22.2.x. Die Veröffentlichung konzentriert sich auf Stabilisierung. Anwendungen mit Standalone-Komponenten, NgRx, RxJS und zoned change detection können ihre bestehende Architektur weiterführen.

terminal
npx ng update @angular/core@22 @angular/cli@22
npx ng update

Drei zuvor experimentelle APIs sind jetzt stabil. Signal Forms bietet reaktive Formulare auf Basis von Signals. Async Signals verwenden das Resource-Muster für Serverzustand. Angular Aria liefert headless Primitive für barrierefreie Oberflächen. Der stabile Status schafft verlässlichere Importpfade zwischen Minor-Releases, länger nutzbare Dokumentation und eine Grundlage für den Einsatz in Unternehmen.

Funktionierende Reactive Forms und Effects müssen nicht migriert werden. Der Beitrag empfiehlt Signal Forms für neue Formulare, wobei die Validierung in TypeScript erfolgt. NgRx Store und Effects bleiben für globalen Clientzustand, komplexe Abläufe, Undo und Offline-Warteschlangen geeignet. Async Signals passen zu Server-Caches für Benutzerprofile, Listen und Detailseiten. Plain signals, computed und effect eignen sich weiterhin für lokalen UI-Zustand wie Dialoge, Filter und Spracheinstellungen. v22 lässt die Wahl offen. Neue Fetch-and-display-Funktionen können Async Signals nutzen, ohne dafür einen Effect anzulegen.

Das v21-Beispiel startet `App` über `bootstrapApplication` mit `appConfig`. Zu den Providern gehören `provideBrowserGlobalErrorListeners`, `provideZoneChangeDetection({ eventCoalescing: true })`, `provideRouter(routes, withInMemoryScrolling({ scrollPositionRestoration: 'enabled' }))`, `provideStore(reducers, { metaReducers })`, `provideEffects([UserEffects, MenuEffects])` und `provideClientHydration(withIncrementalHydration(), withEventReplay())`. Komponenten können `signal` und `effect` bereits kombinieren, etwa mit `showDeleteDialog = signal<boolean>(false)` und `language = signal<string>('en')`.

Angular 22 setzt die Arbeit an Control Flow, deferrable views und Hydration fort. Incremental Hydration mit Event Replay kann serverseitig gerenderte Seiten schneller interaktiv machen und Klicks während der Hydration erhalten. Als Vorbereitung nennt der Beitrag Standalone-Komponenten, `@if`, `@for` und `@defer` anstelle von `*ngIf` und `*ngFor` sowie einen fehlerfreien Hydration-Bericht in den DevTools.

Der unterstützte Upgrade-Weg reicht über den Update Guide von 21.0 auf 22.0. In einem Monorepo sollte zuerst eine Anwendung aktualisiert werden. Danach folgen Tests und ein Produktions-Build mit Budgets, die Behebung von Breaking Changes aus den Schematics und das Linting. Smoke-Tests laufen auf einer Preview-URL. Erst danach folgen gemeinsame Libraries und weitere Anwendungen. Im Beispiel erlaubt das Budget für `initial` 1mb bei Warnungen und 2mb bei Fehlern. Für `anyComponentStyle` gelten 10kb und 30kb.

Zur Veröffentlichung gehören offizielle LLM-Prompts, ein Angular-CLI-MCP-Server und Agent Skills. Als Referenzen empfiehlt der Beitrag die offizielle Angular-Dokumentation und angular.dev/ai. Erzeugte Diffs müssen geprüft werden, weil Agents Signal- und RxJS-Muster in derselben Datei vermischen können.

Teams auf v21 können jetzt wechseln, wenn sie stabile Versionen von Signal Forms oder Angular Aria benötigen. Ein zeitnahes Upgrade ist auch wegen der Hydration-Performance und der langfristigen Unterstützung sinnvoll. Wer gerade einen Release abschließt oder Libraries ohne v22-Peer-Support einsetzt, kann einen Sprint abwarten. Bestehende Formulare und Effects bleiben bestehen. Neue Entwicklungen können stabile APIs verwenden, während Hot Paths bei der nächsten Änderung migriert werden.