Raymond Chen beantwortete am 30. November 2009 eine Frage des Kommentators asdf zur Herkunft von WIN32_LEAN_AND_MEAN.
Microsoft führte das Symbol etwa zur Zeit von Windows 95 ein. Bei einer Einbindung von windows.h schließt seine Definition eine Reihe zusätzlicher Windows-Header aus. Welche Dateien betroffen sind, lässt sich direkt in windows.h nachsehen.
Der Anlass war der Wechsel von 16-Bit- zu 32-Bit-Windows. Das damalige 16-Bit-windows.h band diese Header nicht ein. WIN32_LEAN_AND_MEAN stellte für kleine Windows-Programme wieder ein schlankes Header-Modell her. Entwickler mit dem Wunsch nach genauer Kontrolle über ihre Header erhielten damit die entsprechende Option. Präkompilierte Header waren zu dieser Zeit noch nicht verbreitet.
Chen erinnerte sich an einen 50-MHz-80486 mit 8 MB Speicher. Dort verkürzte das Makro die Kompilierung jeder C-Datei um ungefähr drei Sekunden. Bei einem Projekt mit 20 C-Dateien ergab das rund eine Minute. Moores Gesetz und die zunehmende Nutzung präkompilierter Header ließen den Vorteil später fast verschwinden. Historisch war die Definition dennoch einmal nützlich.




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