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Freitag, 21. August 2026 Vol. I — No. 378 · MorgenausgabeSpätausgabe EN DE FR ES

Dev · Security

Kritische GitLab-GraphQL-Lücke wird bereits angegriffen

Die Sicherheitsfirma watchTowr hat erste Angriffsversuche auf die kritische GitLab-Schwachstelle CVE-2026-19478 beobachtet, die am Montag außerplanmäßig geschlossen wurde.

kuratiert von Sönke

Angreifer können ohne Authentifizierung Projekte und Repositories löschen. Administratoren sollten umgehend patchen.

GitLab hat am Montag ungeplante Sicherheitsupdates für seine Codehosting-Software veröffentlicht, die teils kritische Schwachstellen schließen. Die IT-Sicherheitsfirma watchTowr hat nun erste Angriffsversuche auf die schwerwiegendste Lücke bestätigt.

Die Schwachstelle CVE-2026-19478 ist mit einem CVSS-Wert von 9,4 als kritisch eingestuft. Laut Jake Knott, leitendem Sicherheitsforscher bei watchTowr, können Angreifer ohne vorherige Authentifizierung öffentlich zugreifbare GitLab-Projekte löschen, ihren Status ändern, ganze Repositories entfernen, Merge-Einträge fälschen oder Maintainer aussperren. Eine einzelne HTTP-Anfrage genügt. Weder Zugangsdaten noch Nutzerinteraktion noch eine ungewöhnliche Konfiguration sind nötig.

Knott erklärte am Mittwoch, dass watchTowr über sein globales Honeypot-Netzwerk bereits Angriffsversuche in freier Wildbahn entdeckt hat. Organisationen mit ungepatchten Installationen sollten ihre Weblogs nach der Zeichenkette "@gl_introduced" durchsuchen und nach Anzeichen für Erkundungs- oder Angriffsversuche Ausschau halten.

Auf LinkedIn gab watchTowr an, dass das hauseigene KI-Tool die Schwachstelle allein anhand der Fehlerbeschreibung und der Code-Änderungen nachvollzogen hat. Zum Veröffentlichungszeitpunkt existierte noch kein öffentlicher Proof-of-Concept-Exploit. Auf X empfahl das Unternehmen, selbstverwaltete Installationen umgehend zu aktualisieren oder zumindest den Zugriff auf "/api/graphql" zu beschränken.

Die Updates schlossen außerdem eine zweite Schwachstelle in der GraphQL-API, CVE-2026-19650, mit CVSS 7,1 und Risiko "hoch". Für deren Ausnutzung müssen Opfer jedoch mitwirken, etwa durch Klicken auf einen manipulierten Link.

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