OpenAI hat GPT-6 Astra vorgestellt, sein neues Flaggschiff-Modell für professionelle Arbeit. Das Modell ist ab sofort in ChatGPT Work, Codex und der API verfügbar. OpenAI bezeichnet es als führend bei Computer Use, Browsing, Softwareentwicklung, Cybersicherheit und Wissenschaft.

Eine zentrale Aussage: Astra arbeitet in denselben Desktop-Anwendungen wie Menschen, auch ohne API. Unternehmen können es ohne eigene Integrationen in bestehende Workflows einbinden. In einem Test der Financial Modeling World Cup von der Microsoft Excel World Championship 2023 löste Astra Aufgaben per Computer Use etwa viermal schneller als der siegreiche menschliche Teilnehmer.

Intern nutzte das OpenAI-Engineering Astra, um einen Speicherallokations-Engpass in einer Codex-Testumgebung zu finden. Der Wechsel des Allokators senkte die Turn-Latenz um das 25-Fache, bei rund 30 Prozent höherem Speicherverbrauch in der Spitze.

Auf Terminal-Bench 4.0, einem Benchmark für terminalbasierte Engineering- und Datenaufgaben, erreicht Astra 57,9 Prozent. GPT-5.6 Sol2 kommt auf 37,3 Prozent, Claude Fable 5.1 auf 55,8 Prozent, bei etwa 9 beziehungsweise 63 Prozent niedrigeren geschätzten API-Kosten pro Aufgabe. Die Preise starten bei 10 Dollar pro Million Eingabe-Tokens und 50 Dollar pro Million Ausgabe-Tokens.

Bei der Sicherheit gab Astra auf OpenAIs internem Computer-Use-Benchmark 89 Prozent seltener unbeabsichtigte Ergebnisse als GPT-5.6 Sol. Neue Admin-Kontrollen beschränken Zugriffe auf freigegebene Websites und Anwendungen und erzwingen Bestätigungen für kritische Aktionen. Astra ist das erste Modell, das die Critical-Stufe für Cybersicherheit im Preparedness Framework erreicht. Enterprise-Plugins für Oracle Analytics, Power BI, Navan und Avalara starten mit. Zero Data Retention ist für berechtigte API-Kunden verfügbar.