Taylor Otwell hat auf X bekannt gegeben, dass er letzte Woche die GitHub Issues bei den meisten Open-Source-Paketen von Laravel deaktiviert hat. Das Haupt-Repository von Laravel selbst ist von der Änderung nicht betroffen.

Statt ein Issue zu melden, sollen Nutzer den Bug laut Otwell einem Coding-Agenten schildern und einen Pull Request einreichen. Unfertiger Code sei kein Problem, da er sich weiter verbessern lasse, und der PR dokumentiere den Fehler auch dann, wenn die eigentliche Korrektur erst später folge. Er erwartet, dass die meisten Open-Source-Bibliotheken bald so arbeiten werden.

Eric L. Barnes von Laravel News schreibt, er habe die Meldung zunächst für zu klein gehalten, doch die Reaktionen im Netz hätten ihn eines Besseren belehrt. Er weist darauf hin, dass andere PHP-Projekte den umgekehrten Weg gehen: Symfony experimentiert mit einem Issue-first-Modell, bei dem nur Issues erlaubt sind und Maintainer oder deren KI-Werkzeuge die Fixes schreiben. Beide Ansätze zeigen, dass sich Maintainer vom bisherigen Beitragsfluss überlastet fühlen.

Barnes ordnet den Schritt als typisch für Laravels Bereitschaft ein, eingefahrene Gewohnheiten zu ändern. Sollte das Experiment scheitern, ließen sich die Issues einfach wieder aktivieren.