Nach verheerenden Angriffen auf die Rechenzentren von Amazon Web Services in Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten sind dort gehostete Kundendaten endg%CCltig verloren gegangen. Ein Eintrag im AWS-Health-Dashboard vom 15. September best%CAtigte den Ausfall. Reuters hatte zuerst dar%CCber berichtet.

In der UAE-Region gingen Daten in mec1-az2 unwiederbringlich verloren. Das ist eine von drei Availability Zones der Region. Solche Zonen sind getrennte Standorte innerhalb einer Region, die vor lokalen Ausf%CAllen sch%CCtzen sollen. Jede Availability Zone wird von einem oder mehreren Amazon-Rechenzentren versorgt. AWS ersetzt besch%CAdigte Infrastruktur und versucht, regionale Ressourcen in den beiden anderen Zonen wieder verf%CCgbar zu machen. Weitere Informationen zur Wiederherstellung sollen in den kommenden Monaten folgen.

In Bahrain sind Ressourcen und Daten laut AWS in allen drei Availability Zones weiterhin nicht erreichbar. Die Sch%CAden erstreckten sich %CCber mehrere Zonen und %CCberstiegen die Belastungsgrenzen, f%CCr die regionale und Multi-AZ-Dienste ausgelegt waren. Die Rechenzentren waren nicht f%CCr die Folgen eines Krieges ausgelegt.

Iranische Drohnen griffen am 1. M%CArz erstmals an. Der Angriff folgte auf US-israelische Angriffe gegen Iran vom 28. Februar, mit denen der Krieg begann. AWS forderte Kunden auf, Workloads in andere Cloud-Regionen zu verlagern und f%CCr nicht erreichbare Ressourcen Remote-Backups zu nutzen. Berichten zufolge stellte AWS nach den ersten Angriffen Kundengutschriften von 150 Millionen US-Dollar bereit. Die Abrechnung in Bahrain und den VAE wurde ausgesetzt. AWS arbeitete danach sechs Monate an der R%CCckkehr zum Normalbetrieb.

Am 1. April traf ein weiterer iranischer Angriff Rechenzentren in Bahrain. AWS best%CAtigte sp%CAter eine Unterbrechung in einer zweiten Availability Zone und erkl%CArte, die meisten betroffenen Kunden h%CAtten ihre Workloads bereits verlagert. Am 24. Juli beschoss das Islamic Revolutionary Guard Corps eine verbliebene Struktur eines Amazon-Rechenzentrums in Bahrain mit Raketen. Satellitenbilder best%CAtigten den Schaden unabh%CAngig.

AWS will Kunden in Bahrain langfristig unterst%CCtzen und Anfang 2027 erneut berichten. Der Konflikt weitete sich regional aus. Angriffe auf Schiffe in der Stra%CBe von Hormus und der Bab al-Mandeb-Stra%CBe versch%CArften die globale Energiekrise. Zugleich stieg weltweit das Interesse an erneuerbaren Energien, darunter Solaranlagen auf Hausd%CCchern.