Apple hat am 10. Juli eine Klage vor einem Bundesgericht in Nordkalifornien gegen OpenAI, dessen Hardware-Tochter io Products sowie die ehemaligen Apple-Ingenieure Chang Liu und Tang Tan eingereicht. Dem Kläger zufolge wurde systematisch versucht, Betriebsgeheimnisse zu entwenden, um die Entwicklung neuer Consumer-Hardware zu beschleunigen.

Tang Tan, der 24 Jahre bei Apple tätig war und als Vizepräsident für das Design von iPhone und Apple Watch fungierte, ist heute Hardware-Direktor bei OpenAI. Er war maßgeblich an der Gründung von io Products beteiligt, einem Unternehmen, das OpenAI im Mai 2025 für 65 Milliarden Dollar übernommen hatte.

Besonders detailliert sind die Vorwürfe gegen Chang Liu, einen ehemaligen leitenden Ingenieur für elektrische Systeme des iPhones. Apple wirft ihm vor, beim Ausscheiden einen Firmencomputer nicht zurückgegeben und Anfragen zu Exit-Interviews sowie zur Löschung vertraulicher Daten ignoriert zu haben. Zudem soll Liu eine Kollegin, Alyssa Peng, bei ihrem Wechsel zu OpenAI unterstützt haben, indem er ihr zeigte, welche internen Dokumente relevant seien und wie Daten unbemerkt kopiert werden konnten.