Remy Porter von The Daily WTF präsentiert einen weiteren Bericht von Greta, die mit einer 'Ancient Development Environment' arbeitet — offenbar einer IDE aus der alten C++-Builder-Ära.
Die Aufgabe der IDE ist simpel: einen Build-Fehler melden. Warum der Fehler auftritt, hat Greta nicht herausfinden können — die Meldung erklärt weder, was schiefging, noch wie man es behebt, und sie erscheint inkonsistent, sodass ein erneuter Build das Problem manchmal verschwinden lässt. Der eigentliche WTF ist jedoch die Darstellung.
Gretas Aufzählung der Gräuel: ein beliebig auftretendes Popup während des Builds unter unbekannten Bedingungen; keinerlei Information, was — wenn überhaupt — fehlschlug; der Inhalt ist nicht benutzerlesbares XHTML, das als rohes Markup statt gerendert angezeigt wird; schlimmer noch: das Markup erscheint in einer Baumansicht mit einer Zeile pro Quellcodezeile; das Markup ist nicht einmal wohlgeformt, aus mehreren Gründen; das Steuerelement stammt aus einem Legacy-Fenster-Toolkit ohne Text-Anti-Aliasing; und der erste Button, 'Get latest C++ Builder Direct headlines from the Internet', tut schlicht nichts.
Porter merkt an, er habe fast vergessen, dass es eine Ära gab, in der das Internet noch so neu war, dass jede Anwendung einen 'klick hier für unsere Webseite'-Button mitlieferte, der bei der nächsten URL-Umstellung zwangsläufig kaputtgehen musste. Greta räumt eine rettende Eigenschaft ein: Der zweite Button, 'Information about C++ Builder Direct', löst eine so potente Dosis 90er-Nostalgie aus, dass sie nicht länger böse sein kann.
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