Anthropic berichtet nun, dass Opus 5.5 das größere Modell Fable in mehreren Benchmarks übertrifft und informelle Aufgaben erledigte, an denen Fable scheiterte. Die Veröffentlichung erfolgte zwei Monate nach dem Start von Opus 5 am 24. Juli.
Opus 5.5 arbeitet schneller, weil für seinen Betrieb laut Anthropic weniger Rechenaufwand nötig ist. Auch die Kommunikation des Modells wurde angepasst. Es verwendet weniger Fachjargon und stellt wichtige Informationen weiter nach vorn.
Anthropic will Sonnet 5.5 und Haiku 5.5 in den kommenden Wochen mit vergleichbaren Leistungsverbesserungen veröffentlichen. Bei Biologie und Cybersicherheit sei Opus 5.5 mit Mythos vergleichbar. Deshalb gelten für das Modell die Schutzvorkehrungen von Fable. Sie beschränken unter anderem das Auffinden von Exploits in kompilierten Programmen und die Entwicklung identifizierbarer biologischer Waffen.
Opus 5.5 ist Anthropics erste Modellveröffentlichung, seit CEO Dario Amodei ein langsameres Tempo bei der Entwicklung von Spitzenmodellen gefordert hat. Er begründete dies mit dem nötigen zeitlichen Vorsprung für Alignment und Risikoprävention. Für Opus 5.5 nutzte Anthropic eine den Vorgängern ähnliche Sicherheitsschulung, einschließlich Alignment-Tests und Prüfungen vor der Veröffentlichung durch METR und Frontier Design. Für künftige Modelle bereitet das Unternehmen fortgeschrittene Trainings- und Bewertungssysteme sowie verbesserte Sicherheits- und Überwachungsfunktionen vor. Anthropic befürwortet außerdem eine stärkere Rolle der Politik bei der KI-Sicherheit und baut dafür nach eigenen Angaben die nötige Infrastruktur auf.




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